Geschichte der Moselweinbahn Bullay - Traben-Trarbach, 

Modellbahnvorschlag in Spur N






Modellbahnvorschlag


Bildfahrplan 69 (Kopf)     Am 15. Mai 1879 wurde die Moseltalbahn Koblenz - Bullay - Trier zunächst eingleisig eröffnet, das zweite Gleis wurde jedoch schon 1880 durchgängig in Betrieb genommen.
Bereits 1878 wurden erste Voruntersuchungen für den Bau einer Stichbahn nach Traben-Trarbach durchgeführt, die schließlich am 9 März 1880 zum Baubegin führten. Parallel wurde auch die Stichstrecke von Wengerohr nach Bernkastel-Kues gebaut.
Beide Strecken wurden am 12. März 1883 abgenommen. Die Betriebseröffnung nach Traben-Trarbach folgte am 21. März 1883.
Schließlich wurde als letzter Ausbau des Bahnnetzes im mittleren Moseltal 1905auch die private Kleinbahn Trier Nord - Bernkastel Nord - Traben-Trarbach Ost - Zell - Bullay Süd der Moselbahn AG eröffnet, so dass es zwischen Bullay und Traben-Trarbach zu der in Deutschland nach den verstaatlichungen Anfang des 20. Jahrhunderts eher seltenen Konkurrenz zweier paralleler Bahnlinien unterschiedlicher Gesellschaften kam. Diese Existenz zweier Bahnlinien erklärt auch die heute noch zu findende Ergänzung der Bahnhofsnahmen mit (DB) - also z.B. Bullay (DB).

Zunächst war das Bw Cochem zuständig für die Triebfahrzeug- und Personalgestellung auf der Moselweinbahn. Der Bestand des Bw Cochem setzte sich in den Anfangsjahren aus preußischen G 3 , G 4 und G 5 sowie P 3, P 41 und P 42. In den 1920er Jahren kamen P 8 und T93 hinzu.
Während der Reichsbahnzeit waren die Baureihen 3810, 5710, 913 und 930 in Cochem verfügbar. Hiervon waren die 91er und 93er für die Stichstrecke nach Traben-Trarbach zuständig.
Nach Gründung der Deutschen Bundesbahn verfügte das Bw Cochem anfangs der 1950er Jahre über die Baureihen 5620-29, 5710, 744-13 und 930 sowie kurzzeitig einige Maschinen der BR 701, welche für die Strecke nach Traben-Trarbach eingesetzt wurden. 1956 waren dagegen nur noch die Baureihen 5710 und 935 sowie einige wenige Kleinloks in Cochem beheimatet.
1959 wurde dann die Beheimatung der 93er aufgegeben und die "Allzweckwaffe" der Bundesbahn - die Baureihe 50 - hielt Einzug in das Bw Cochem. Die 50er fuhren bis zum Ende der Dampflokunterhaltung des Bw Cochem im Jahre 1965 auch nach Traben-Trarbach, wobei allerdings die werktäglich Übergabe bis 1965 Aufgabe der 56er war.

In den 1950er Jahren wurden auf der damals als Kursbuchstrecke 263 e bezeichneten StreckeBuchfahrplan Bullay - Traben-Trarbach zunächst einmotorige Schienenbusse der Baureihe VT 95 des Bw Trier eingesetzt, die dann Ende der 1970er Jahre vollständig von den zweimotorigen Schienenbussen der Reihe 798/998 verdrängt wurden. Schienenbusse beheimatete das Bw Cochem zugunsten des Bw Trier nie, dennoch mussten die Schienenbusse regelmäßig von Bullay nach Cochem fahren, da hier eine Dieseltankstelle existiert, die auch heute noch von den modernen Regio-Shuttle der Trans Regio angefahren wird. Den Buchfahrplan einer Schienenbusfahrt finden Sie hier.

Der Güterverkehr ging zunächst von der BR 56 auf die V 100 des Bw Trier sowie später auf die V90 (290) des Bw Saarbrücken über.

Im Laufe der Jahre wurden allerdings die Bahnhöfe und Haltestellen (Pünderich, Reil, Kövenig, Traben-Trarbach) ihrer Güterverkehrsanlagen "beraubt", so dass heute auf der mittlerweile Kursbuchstrecke 691 (nach Kbs 621 in den 1970er und 80er Jahren) genannten Linie kein Güterverkehr mehr möglich ist. Heute kommt die Moselweinbahn von Pünderich bis Traben-Trarbach ohne eine einzige Gleisplan Traben-TrarbachWeiche aus! Selbst der Endbahnhof Traben-Trarbach ist auf ein einziges Umfahrgleis reduziert worden, gleichzeitig wurde er verkürzt, so dass - symbolträchtiger geht es wohl kaum noch - Raum geschaffen werden konnte für einen Busbahnhof.

Übrigens wurde der Name Moselweinbahn erst 1991 in einer Vermarktungsoffensive eingeführt. Damals hatte das Land Rheinland-Pfalz einen Triebwagen der Baureihe 628.2/928.2 für die Moselweinbahn bezuschusst, nachdem seitens der DB mit der Abstellung der letzten Schienenbusse des Bw Trier auch die Zukunft der Strecke nach Traben-Trarbach gefährdet war.


Bildfahrplan 1969 (Sammlung M. Göttert)

Zunächst wurden 628.2/928.2 des Bw Limburg eingesetzt, die wiederum von den 628.4/928.4 des Bw Kaiserslautern abgelöst wurden.
Nach einer Ausschreibung der Nahverkehrsleistung durch den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord wird die heutige Kbs 691 seit dem 10.Juni 2001 von der trans regio Deutsche Regionalbahn GmbH mit Triebwagen des Typs Regio-Shuttle RS 1 betrieben. Eine Anmerkung am Rande: Wenn auch die eigentliche Kleinbahnlinie Bullay - Traben-Trarbach (Ost) (- Trier Nord) der Moselbahn AG bereits ab 1965 aufgegeben wurde, so hat die Moselbahn AG letztendlich doch das Rennen gegenüber der Staatsbahn gewonnen, da ihr die trans regio in 2001 zu 50 % gehörte. Mittlerweile wurden die Anteile allerdings weiterverkauft, so dass die Moselbahn AG wieder ausgeschieden ist.
Gleiserneuerung
Die Strecke wurde durch die DB Netz AG in den zurückliegenden Jahren saniert, so dass sie heute für die Zukunft gesichert scheint.

Am 04. und 05.10.2008 wurde das 125-jährige Bestehen der Strecke gefeiert.

Betreiberwechsel am 11.12.2008: DB Regio hat nach einer Ausschreibung durch den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd die Bedienung der Strecke Bullay - Traben-Trarbach von Transregio übernommen. Zum Einsatz kommen die bereits früher hier eingesetzten Fahrzeuge der BR 628/928.


Text: Marcus Ruch, Stand April 2009


Der Doppelstocktriebwagen der "Baureihe" 670


960601ankuendigung670.jpg 960600_trabentrarbach670.jpg
670 002
960600_bullay_670.jpg
670 002
960807_002_670002enkirch.jpg
670 002
969623trabentrarbach628480.jpg 9608xx_001_trabentrarbach.jpg
628 480



Der Buchfahrplan der Güterzüge 1974


ueberrasch1.jpg
1974
ueberrasch2.jpg
1974
ueberrasch3.jpg
1974
ueberrasch4.jpg
1974
ueberrasch5.jpg
1974
ueberrasch7.jpg
1974





Kursbuch Sommer 1979
Kursbuchauszug Sommer 1979 (Sammlung W. Zitz)